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Antisemitismus – (k)ein Thema für Beratung und Therapie?!

Samstag, 17. November 2026

Tages-Workshop in Köln

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Kurzinformationen

Antisemitismus – (k)ein Thema für Beratung und Therapie?!

Antisemitismus wird in Beratung und Therapie viel zu selten thematisiert – ebenso wenig in Aus- und Weiterbildungen. Wenn doch, liegt der Fokus auf Antisemitismus als „falsche Einstellung“, über die es aufzuklären oder die es zu „behandeln“ gilt, wenn Menschen sich entsprechend äußern oder handeln.

Aber wie wirkt sich Antisemitismus als gesamtgesellschaftliche Diskriminierungsstruktur auf negativ Betroffene und ihre Lebensrealitäten aus? In welchen Formen zeigen sich Antisemitismuserfahrungen? Werden sie von Berater*innen und Therapeut*innen wahrgenommen?  Und wenn ja, wie werden sie in Settings von Beratung und Therapie besprechbar (gemacht)? Die Fortbildung gibt Impulse zu diesen Fragen und lädt zur praxisbezogenen Selbstreflexion ein.

Inhalte der Fortbildung

  • (Erstes) Verständnis von Antisemitismus, seinen Erscheinungsformen und Funktionen
  • Auseinandersetzung mit eigenen Bildern und Vorstellungen
  • Wissen über mögliche Auswirkungen von Antisemitismus auf negativ Betroffene
  • Entwicklung möglicher Umgangsweisen mit Antisemitismus als Thema in Beratung und Therapie
  • Informationen zu Beratungs- und Hilfsangeboten sowie zu einschlägigen Organisationen und Akteur*innen im Feld

Referent*innen

Stella Shcherbatova (sie/ihr)

Dipl. Psychologin (SU), lebt seit Oktober 1998 in Deutschland, Mitbegründerin des Jüdischen Vertrauenstelefon und des Psychologischen Dienstes der Synagogen-Gemeinde Köln, Mitglied der Repräsentanz der Synagogen-Gemeinde Köln, ehemalige Leiterin der Begegnungszentrums Porz der Synagogen-Gemeinde Köln. Derzeit ist sie in der Bildungsarbeit und psychosozialen Beratung für Betroffene von Antisemitismus in der Fachstelle gegen Antisemitismus im NS-DOK der Stadt Köln tätig.

Ilja Gold (er/ihm)

Politik- und Erziehungswissenschaftler (B.A.), Organisationsentwicklung (M.A.), arbeitet freiberuflich als Systemischer Supervisor & Berater (DGSF). Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im NS-DOK der Stadt Köln und als Lehrbeauftragter an der Uni Köln tätig. Seine Schwerpunkte in den Bereichen Supervision und Beratung sind macht- und diskriminierungskritische Perspektiven und eine entsprechende Professionalisierung in systemischen Ansätzen und Praxis.

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